Bei der Windradbegehung in Ingersheim wurden am 6.12.2025 viele Fragen beantwortet.

20251206_Begehung_Windrad_Ingersheim
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Die Bürgerinitiative Energie von hier Sachsenheim lud zur praktischen Besichtigung des einzigen Windrades im Kreis in Ingersheim ein. Viele heute gestellte Fragen standen damals schon im Raum.

Das Wetter spielte mit, als eine Gruppe von rund 30 Personen der Einladung der Bürgerinitiative Energie von hier Sachsenheim am Samstag gefolgt war, sich in Ingersheim doch einmal über ein tatsächlich existierendes Windrad zu informieren. In Sachsenheim wird dagegen über zwei zu bauende Windräder aktuell viel diskutiert, ein Bürgerentscheid hierüber steht im Februar an (zwei andere Windräder sind im Vorranggebiet geplant und können damit unabhängig vom Bürgerentscheid errichtet werden).

Dieter Hallmann, Vorstand der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung und einer der Väter des Ingersheimer Windrades erläuterte sachkundig, dass viele Fragen auch vor 15 Jahren im Raum gestanden hätten. Seien es die Auswirkungen auf den Vogelflug, die Grundstückspreise oder die Lärmemissionen. Viele Sorgen standen im Raum, keine hätte sich bewahrheitet. So sei über all die Jahre nicht ein einziger toter Vogel unter dem Windrad gefunden worden. Eine umfangreiche universitäre Studie hatte gezeigt, dass die Infraschallemissionen des Windrades in der Wohnbebauung nicht mehr nachweisbar waren.

Und auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit habe im Raum gestanden, ist Ingersheim doch gleich Sachsenheim weit von den windstarken Küstenregionen Deutschlands entfernt. Hallmann konnte dazu Einblicke in die Finanzen der Genossenschaft geben, die seit einigen Jahren alle Kredite abbezahlt hat und nun an ihre Eigentümer jährlich ein kleine aber feine Rendite auszahlen kann. Wichtiger als das Geld sei allen Beteiligten aber schon immer der Beitrag zu einer verantwortungsbewussten und enkelgerechten Energieerzeugung gewesen, so habe das Windrad seit Inbetriebnahme an die 50 Millionen Kilowattstunden nachhaltigen Strom erzeugt und so den Ausstoß von Millionen Tonnen CO2 verhindert.

Als besonderer Hingucker erwies sich der Blick ins Innere des Windrades. Wie viele Windräder in Sachsenheim in Zukunft zu besichtigen sein werden, wird sich am 1. Februar entscheiden.

Getrübt wurde die Vorstellung durch mehrfache Einwürfe zweier Windkraftgegner. Besser wäre es im Dialog zu einem konstruktiven Meinungsaustausch beizutragen.