An der Küste weht mehr Wind. Aber nur dort Windräder aufzubauen würde dazu führen, dass wir noch mehr Überlandleitungen bauen müssten, um über Leitungsverluste den Strom in den Süden zu führen. Auch das verändert die Landschaft, ist teuer und sorgt wegen hoher Netzgebühren dafür, dass die energieintensive Wirtschaft dort investiert, wo Energie günstig ist.

Deshalb fördert das neue EEG-Gesetz von 2022 den Ausbau der erneuerbaren Energien in windschwächeren Gebieten stärker als in windertragsreichen Gebieten. Es will damit eine räumlich besser verteilte und dezentrale Energieproduktion förden und somit die Wirtschaft auch in windschwachen Gebieten durch günstigen Strom stärken.  

Die Dezentralisierung bei erneuerbaren Energien ist also entscheidend, weil sie die Versorgungssicherheit erhöht, Netzausbaukosten senkt, die lokale Wertschöpfung stärkt und die Integration schwankender Erneuerbarer erleichtert, indem Energie näher am Verbraucher erzeugt wird und weniger Verluste auftreten; dies macht die Energiewende resilienter, effizienter, reduziert die Abhängigkeit von zentralen Großkraftwerken und ermöglicht eine schnellere Reaktion auf lokale Bedürfnisse. 

Hauptgründe für die Notwendigkeit der Dezentralisierung:

Herausforderungen:

Zusammenfassend ist die Dezentralisierung nicht nur eine Option, sondern eine wesentliche Voraussetzung, um die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich zu meistern und eine nachhaltige, sichere Energieversorgung zu gewährleisten. 

Trotzdem werden bei der Bundesplanung die unterschiedlichen Vorraussetzungen berücksichtigt. So muss Baden-Württemberg 1,8% der Fläche als Vorranggebiete für Windenergie ausweisen, während es in Schleswig-Holstein 3% sind (Schleswig-Holstein – Windenergie):

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