Bekannt aus den Unterlagen ist die geplante Leistung der Speicheranlage mit 50 Megawatt, die genaue Kapazität ist uns nicht bekannt. Der Zusammenhang zwischen Leistung ist: Kapazität = Leistung x Zeit. Wenn die Kapazität des Speichers höher ist, kann dieser bei gleicher Leistung über eine längere Zeit den Strombedarf decken.

Die anngenommene Stromerzeugung durch die 4 WR+der PV-Freiflächenanlage liegt bei ca. 107 MiokWh pro Jahr und deckt damit 2/3 des Strombedarfs der Gemeinde (BM Albrich)  => daraus errechnet sich ein Strombedarf von 160 Mio kWh pro Jahr für die Gemeinde 

-Batteriespeicher 50 Megawat = 0,05 MiokWh

-das Jahr hat 24h/Tag x 365 = 8.760 Stunden

-ein Stromverbrauch von 160 MiokWh pro Jahr, also pro 8.760 h entspricht einem Verbrauch von 160 MiokWh/8.760h = 0.0183 MiokW pro Stunde

-daraus errechnet sich eine Kapazität von 0,05 MiokWh : 0,0183 MiokW pro Stunde = 2,73 Stunden, dann wenn bei einem kompletten Stromausfall alle Verbraucher ungebremst weiter laufen und diese Stromkapazität alleine aus dem Speicher bedient wird.

Somit, bei einer Leistung von 50 Megawatt und einer Kapazität von 50 Megawattstunden errechnen sich eine Lieferdauer von 2,73 h. Bei gleicher Leistung, aber einer Kapazität von 100 Megawattstunden errechnet sich dann eine Lieferdauer von 5,46 h und bei gleicher Leistung, aber eine Kapazität von 200 Megawattstunden errechnet sich eine Lieferdauer von 10,92 h.

Der technische Fortschritt, gerade im Batteriespeicherbereich – bei dem wir eigentlich am Anfang stehen- ist so groß und rasant, dass wir pro Jahr mit einer Effizienzsteigerung von mindestens 5%, eher 10% pro Jahr und das bei gleichzeitig immer niedrigeren Kosten rechnen können. Mit anderen Worten: bei gleicher Größe werden die Batteriespeicher immer leistungsfähiger (in Leistung oder Kapazität, oder gleichzeitig in beidem) und kostengünstiger.

Festzuhalten ist, dass der Speicher nicht als Back-upf für einen Black-out dient, sondern Spitzen zum Beispiel zur Mittagszeit abfangen soll, die dann abends bei höherem Strombedarf ins Netz eingespeist werden könne. Der Nutzen des Speichers ist also nicht hauptsächlich bei Blackout Strom zu liefern, sondern primär bei Überstrom Strom aus dem Netz zu nehmen und in das Batteriesystem einzuspeichern und bei Unterstrom Strom ins Netz einzuspeisen um Netzspitzen schnell und ausreichend abfangen zu können. Das entlastet die Versorgungsnetze und senkt deren Kosten, insbesondere die Netzausbaukosten. Die Netze werden heute so groß ausgelegt und sind damit teuer, dass auch Stromspitzen abgefangen werden können, die mit den unflexiblen Kohle- und auch Gaskraftwerken gar nicht ausgeregelt werden können, mit Batteriespeicher aber schon und das im Sekunden- und Millisekundenbereich.